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Brauchtum & Hochzeitstage

Einige Sitten und Gebräuche haben sich über die Jahrhunderte hinweg, trotz unseres modernen Zeitalters, erhalten.
Einige dieser Bräuche stellen wir Ihnen nun vor.
Sie dienen zur Festigung der Glückwünsche, die dem Brautpaar entgegengebracht werden und sollen die Ehe möglichst lange glücklich werden lassen.

Am Polterabend... ...Scherben bringen Glück 
Laute(r) Scherben - aber es müssen natürlich die Richtigen sein. Beim Polterabend, der aus 16. Jahrhundert stammt, dürfen auf keinen Fall Spiegel oder Glas zu Bruch gehen, denn das bringt Unglück! Geschirr aus Steingut oder Porzellan, Teller, Krüge usw. werden zerschlagen. Je größer der Scherbenhaufen, desto größer das Glück in der Ehe. Je lauter der Lärm beim Poltern, desto mehr werden die bösen Geister vertrieben, die das Glück beeinträchtigen könnten. 

Aber ganz wichtig: Das Glück stellt sich nur dann ein, wenn Braut und Bräutigam die Scherben gemeinsam zusammenkehren.

 

Brautaufwecken... ...der Hochzeitstag beginnt mit dem „Brautaufwecken"! Freunde kommen am frühen Morgen vor das Haus der Braut, um die Braut zu wecken . Mit lauten Böllerschüssen, die man im ganzen Ort hört, wird sie aufgeweckt und kann bestimmt nicht verschlafen. Die Braut bittet, die Ruhestörer herein und bietet Ihnen eine Brotzeit an.

 

Etwas Blaues, etwas Geliehenes
und etwas Altes...
...sollte jede Braut an Ihrem Hochzeitstag tragen. Die Wurzeln diese Brauches stammen aus England.

 

Ein Geldstück... ...im Brautschuh symbolisiert dem Brautpaar finanzielle Sicherheit für die gemeinsame Zukunft 

 

Der Baumstamm... ...muss von dem Brautpaar gemeinsam mit vereinten Kräften durchgesägt werden. Er symbolisiert die Schwierigkeiten und Probleme in der Ehe, die das Paar gemeinsam meistern soll.

 

Brautschuhe... Als junges Mädchen fängt man schon an, für die Brautschuhe Pfennige zu sammeln. Dies gibt Auskunft über die Sparsamkeit der Braut. Auch sollte Sie am Hochzeitstag einen Pfennig in den Brautschuh zu stecken, dann wird es in der Ehe nie an Geld fehlen.

 

Wegsperre... Dem Brautpaar wird bei der Abfahrt des Hochzeitsautos mit einem Seil der Weg versperrt. Die Vermählten können erst weiter fahren, wenn Sie Wegegeld bezahlt haben.

 

Brautstrauß und Schleier... Wer wird als nächstes heiraten? Um das herauszufinden, stellt sich die Braut, vor die Gruppe unverheirateter weiblicher Hochzeitsgäste, wirft mit geschlossenen Augen den Brautstrauß hinter sich und wer ihn auffängt, wird als nächstes vor dem Standesbeamten stehen. Doch auch der Brautschleier hat seine Bedeutung. Gegen Mitternacht nimmt die Braut den Schleier ab, verbindet sich die Augen damit und versucht eine der ledigen Frauen zu fangen. Diejenige, die Sie fängt, wird demnächst heiraten.

 

Über die Schwelle tragen... Der Ehemann trägt seine frisch an getraute Ehefrau über die Schwelle ihrer gemeinsamen Wohnung oder Hauses, damit Ihr die bösen Geister, die ja überall lauern, nichts anhaben können. „Das über die Schwelle tragen" besitzt auch eine andere symbolische Bedeutung: Hinter dieser Schwelle beginnt nun ein gemeinsames neues Leben.

 

Hochzeitstage... In der folgenden Tabelle findest Du eine Auflistung der Namen der Hochzeitstage und in welchem Ehejahr sie gefeiert werden.

Hochzeitstage 1
Hochzeitstage 2
Hochzeitstage 3

Wir haben die gebräuchlichsten Bezeichnungen aufgeführt. Selbstverständlich nennt man die Grüne Hochzeit auch Weiße Hochzeit. Regional unterschiedlich sind vor allem die Bezeichnungen in den ersten 10 Ehejahren. So heißt die Papierhochzeit teilweise auch Baumwollhochzeit, die Seidenhochzeit auch Bernstein-, Leinen- oder Wachshochzeit, die Zinnhochzeit vor allem in Österreich auch Zuckerhochzeit, die Kupferhochzeit auch Messinghochzeit, die Blechhochzeit auch Klatschmohn-, Nickel- oder Steinguthochzeit. Die Keramikhochzeit nennt man auch Fayence-, Glas-, Wasser- oder Weidenhochzeit, die Stahlhochzeit auch Korallen- oder Fastnachtshochzeit (11 ist die närrische Zahl). Nach 12 1/2 Jahren feiert man die Bronzehochzeit (Gold 50, Silber 25, Bronze 12 1/2) oder die Petersilien-, Blech-, Kupfer- oder Nickelhochzeit. Die Veilchenhochzeit heißt auch Maiglöckchen-, Salz- oder Spitzenhochzeit, die Elfenbeinhochzeit auch Achat- oder Blaue Hochzeit usw. usw.Sie sehen: Gründe etwas zu feiern, gibt es viele. Manchmal eben auch viele Namen dafür. Die Hauptsache ist, man vergißt den Hochzeitstag nicht !

Zeit zu Zweit
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